Ein Traumhaus für 49 Euro – das gibt’s nicht! Gibt es doch! Der Österreicher Franz-Josef Kellner verlost im Internet seine Luxus-Villa am Berliner Stadtrand samt Grundstück. Die Eckdaten versprechen Luxus pur: neun Zimmer, Parkett, Luxus-Einbauküche, Badezimmer mit Whirlpool, Kamin, Fußbodenheizung.
Mitte der 1990er-Jahre verschlug es Kellner beruflich nach Berlin. Für rund eine halbe Millionen Euro errichtete er sich ein Luxus-Domizil in Michendorf (Potsdam-Mittelmark). Das Grundstück ist 2.500 Quadratmeter groß, die Wohnfläche beträgt 170 Quadratmeter.
Nach seiner Pensionierung vor rund drei Jahren kehrte er zusammen mit seiner Frau in seine Heimat zurück. Vergeblich versucht er seitdem, dass Haus zu verkaufen. Nun kam der ehemalige Autoverkäufer auf die Idee, das Haus zu verlosen. “In Deutschland ist so etwas nicht erlaubt, aber bei uns in Österreich schon”, so der 66-Jährige. Prompt ließ er sich vom Wiener Finanzministerium eine Genehmigung für die Aktion ausstellen.
Das Auktions-Prozedere ist einfach: Online registrieren und 49 Euro überweisen. Der Eingang wird per Mail bestätigt, jeder Teilnehmer bekommt eine Losnummer.
Allerdings darf Kellner mit der Lotterie keinen Gewinn machen. Ein Gutachter schätzte den Wert der Immobilie auf 570.000 Euro. Da der Österreicher 18.000 Lose zu je 49 Euro ausgeben will kämen 882.000 Euro zusammen. Den Überschuss von 312.000 Euro will Kellner spenden.
Laut Homepage droht dem Österreicher nun Ungemach. Er musste die Auktion stoppen. “Es wurde uns von den österreichischen Behörden der Justiz empfohlen, noch einige Zeit zu warten, weil noch ein Aspekt zu klären ist”, heißt es. Deutsche Staatbürger dürfen mittlerweile auch nicht mehr an der Verlosung teilnehmen.





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