Das Internet-Auktionshaus Ebay plant einen eigenen Versandservice. Mit der Einführung eines eigenen Dienstes möchte das Auktionshaus den Kundenservice erhöhen und die zunehmende Abwanderung von Usern bremsen. Das traditionell starke Schlussquartal sah für Ebay 2008 erstmals ein rückläufiges Geschäft vor. Mit einem derartigen Dienst würde sich das Unternehmen zunehmend an das bereits etablierte Geschäftsmodell der Handelsplattform Amazon annähern.
Anhand der Option für Amazon-Kunden, gebrauchte Artikel verkaufen oder versteigern zu können, startete das ursprünglich als Online-Buchhandel gegründete Unternehmen einen direkten Angriff auf das Ebay-Kerngeschäft. Die Ausdehnung des Angebots auf umsatzstarke Produktkategorien wie Hightech und Elektronik brachte Ebay zusätzlich unter Druck.
Durch die Eingliederung der Ebay-Shop-Artikel in das Hauptangebot der Seite sowie eine engere Kooperation mit Herstellern versucht sich das Unternehmen offenbar immer stärker am Amazon-Modell zu orientieren und sich auch als Festpreisportal zu etablieren.
Dem Branchenblog AuctionBytes zufolge werden von eBay derzeit Umfragen durchgeführt, um das Interesse eines eigenen Versanddienstes bei Power-Sellern, Shop-Betreibern und Profiverkäufern zu testen. Im Gegensatz zu Ebay bietet Amazon einen derartigen Dienst bereits seit geraumer Zeit an.
Power-Sellern soll in Zukunft die Möglichkeit geboten werden, die Artikel aus ihren Auktionen an Ebay zugehörige Fulfillment-Center zu schicken. Nach einem Verkauf würde das Unternehmen den Versand der Ware übernehmen. Neben einem geringeren Zeitaufwand mit der Auktionsabwicklung könnten die User anhand einer einmaligen Großlieferung an ein Ebay -Lager im Vergleich zum selbsttätigen Versand von Kostenvorteilen profitieren.
Quelle: pte | Manuel Haglmüller





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